30.01.2019

Wir gratulieren zur Re-Auszeichnung und Auszeichnung!

Zeitungsartikel von:

Frau Eveline Brandstätter, MSc, Pflegedirektorin des LKH Graz II Standorte Hörgas und Enzenbach

Fr. Monika Pisleritsch, MSc, vorherige Pflegedirektorin des LKH Graz II Standorte Hörgas und Enzenbach

Frau Andrea Neugebauer, DGKP und MH® Kinaesthetics Trainerin

 

"Am Jahresende 2018 erhielt das LKH GRAZ II am Standort Hörgas die Re-Auszeichnung und der Standort Enzenbach die Auszeichnung für: “Wertschätzende Pflege und Betreuung der PatientInnen und betriebliche Gesundheitsförderung für MitarbeiterInnen“, durch MH®-Kinaesthetics.

Bereits 2005 wurde auf Initiative der damaligen Pflegedirektorin Berta Weißensteiner mit der Einführung von MH®-Kinaesthetics im Standort Hörgas begonnen und 2007 folgte die erste Auszeichnung im Rahmen des Projektes: „Gesundheitsentwicklung am LKH-Hörgas Enzenbach“. Europaweit war es damals das erste Krankenhaus, welches allen Berufsgruppen einen MH®-Kinaesthetics-Grundkurs ermöglichte und einen großen Beitrag zur Gesundheitsentwicklung, Lebensqualität und professionellen Bewegungsunterstützung von MitarbeiterInnen und PatientInnen leistete. Der positive Projektabschluss legte den Grundstein zur Implementierung von MH®-Kinaesthetics in weiteren Krankenhäusern der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft.

Dank der konsequenten und visionären Ausrichtung der Führungspersonen ist es gelungen, im gesamten Betrieb eine außergewöhnliche Lernkultur zu entwickeln und intensiv in die pflegerische Kernkompetenz der MitarbeiterInnen zu investieren. Es wurden laufend MH®-Kinaesthetics Grund- und Aufbaukurse für MitarbeiterInnen angeboten und den Zertifizierten AnwenderInnen ein Austausch mit externen MH®-Kinaesthetics TrainerInnen ermöglicht.

Da in den letzten Jahren durch viele Faktoren wie die demographische und gesellschaftliche Entwicklung, veränderte Rahmenbedingungen am Markt Gesundheit usw. ein permanenter Anstieg von Herausforderungen der MitarbeiterInnen im Gesundheitsbereich zu verzeichnen ist, war das Ziel, die Bewegungskompetenz der MitarbeiterInnen zu steigern, sich im beruflichen Alltag so bewegen zu können, dass durch weniger körperliche Spannung und weniger Belastung die persönliche Gesundheit gefördert wird.

Persönliche Aussage einer Mitarbeiterin: „Vorher war Kinaesthetics eher ein Muss, jetzt macht es mir Spaß, weil es einfach für mich ist und es für die Patienten etwas bringt.“

Der neuerliche Auszeichnungsprozess erstreckte sich über 2 Jahre und wurde professionell von Maietta-Hatch Kinaesthetics begleitet. Am Standort Hörgas haben alle vier bettenführenden Stationen und die Medizinische Ambulanz am Re-Auszeichnungsprozess teilgenommen. Am Standort Enzenbach waren drei bettenführende Stationen und die Pneumologische Ambulanz am Auszeichnungsprozess beteiligt.

Durch MH®-Kinaesthetics-Lernprozesse nehmen die MitarbeiterInnen ihre Köperspannung zunehmend bewusster war. Es wurden starre und veraltete Muster in den Bewegungsabläufen verändert und von den Beteiligten in Eigeninitiative und mit viel Engagement neue Wege im Bewegungsablauf entwickelt. Bewusst wurden alternative Denkansätze im gemeinsamen Tun gesucht, Ideen nicht belächelt, sondern positiv aufgegriffen, konstruktiv bearbeitet und stufenweise in den Berufsalltag implementiert. Das hat bis dato zur Folge, dass auch PatientInnen von MH®-Kinaesthetics profitieren, die Ressourcen des eigenen Körpers besser wahrnehmen und präziser von den Pflegekräften angeleitet werden können.  Dadurch reduzieren sich bei den PatientInnen bei der Positionsunterstützung und bei der Mobilisation die Schmerzen und in weiterer Folge haben die PatientInnen weniger Angst vor der Bewegung, sie verweigern sich nicht mehr und arbeiten aktiv mit. PatientInnen werden schneller mobil und selbständig und das subjektive Wohlbefinden steigt. PatientInnen und Angehörige erleben die Anwendung von MH®-Kinaesthetics als hohe Kompetenz des Krankenhauspersonals und Steigerung der Pflegequalität.

Persönliche Aussage eines Patienten: „Die Schwester hat mit mir gemeinsam verschiedene Varianten ausprobiert, um aus dem Bett aufzustehen, jetzt haben wir eine Möglichkeit gefunden, dass ich es ohne große Anstrengung  alleine schaffe.“

Auch Angehörige wurden aktiv in die Betreuung miteingebunden und erlangen dadurch Kompetenzen und Ideen, wie sie ihre Familienmitglieder zu Hause effektiver unterstützen können. Mit  dem erworbenen Wissen reduzierte sich großteils das Gefühl der Überforderung und es konnte die Bereitschaft gestärkt werden, PatientInnen wieder in häusliche Pflege zu übernehmen.

Aussage einer pflegenden Angehörigen: „Ich traue meinem Vater jetzt viel mehr zu, auch wenn er selbst etwas mehr Zeit benötigt.“

Während dieser Auszeichnung bzw. Re-Auszeichnung wurde jede/jeder MitarbeiterIn in der eigenen Bewegungskompetenz systematisch und individuell geschult. Die MitarbeiterInnen haben verinnerlicht, auf den eigenen Körper zu achten und persönliches Wissen und eigene Kompetenzen zu entwickeln. Dieses Wissen jedes Einzelnen wurde auch als neue Kompetenz im interprofessionellen Team genutzt und hatte in weiterer Folge eine positive Auswirkung auf die gesamte Organisation. Ferner wurden auch Hilfsmittel gezielter und effektiver eingesetzt. Es kam zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den Pflegepersonen, in dem auch Erfolgserlebnisse verbalisiert und ausgetauscht wurden. Die MitarbeiterInnen machten Erfahrungen, ihre eigene Kompetenz zu stärken, herausfordernde Situationen mit PatientInnen individuell und aktiv gestalten zu können.  Die daraus resultierenden Erfolge gaben das Gefühl, die Arbeit im Griff zu haben und mit hoher Qualität ausführen zu können, dies steigerte das Selbstbewusstsein der MitarbeiterInnen und in weiterer Folge auch deren persönliche Gesundheit.

Persönliche Aussage von MitarbeiterInnen:

„Ein ständiges Dranbleiben am Gesundheitsthema ist wesentlich – dann kommen von selbst die Erfolge und die positive Einstellung dazu.“

„Ich kann meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit Kinaesthetics überall mit hinnehmen und einsetzen. Es ist in mir und bei mir.“

Mit der Implementierung von MH®-Kinaesthetics am LKH GRAZ II in den Standorten Hörgas und Enzenbach wurde ein wesentlicher Beitrag zur Gesundheitsentwicklung und Lebensqualität seiner PatientInnen und MitarbeiterInnen geleistet und es wird zur Steigerung der Pflegequalität und der Professionalität der Pflegenden, mit nachhaltiger Wirkung, beigetragen.

In Anwesenheit der Anstaltsleitung des LKH Hörgas-Enzenbach Herrn Betriebsdirektor Bernhard Haas, MBA, Frau Pflegedirektorin Monika Pisleritsch, MSc, Herrn Ärztlichen Direktor Prim. Dr. Gerhard Postl, der designierten Pflegedirektorin des LKH Graz II, Frau Eveline Brandstätter, MSc  und der sich im wohlverdienten Ruhestand befindenden ehemaligen Pflegedirektorin Frau Berta Weißensteiner wurden in einem feierlichen Akt die Auszeichnungszertifikate durch die MH®-Kinaesthetics Expertinnen Ulrike Resch-Kröll, MBA (Geschäftsführerin der KMLH AT/IT KG) und Carmen Steinmetz-Ehrt (Geschäftsführerin der Kinaesthetics-mlh GmbH), an die Stationsleitungen übergeben."

 

Dr. Frank Hatch und die Geschäftsführerinnen von KMLH gratulieren allen Pflegeteams und den Führungskräften ganz herzlich zu diesem ausgezeichneten Erfolg!

 


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